Tile vs. TrackR Bravo – Kampf der Bluetooth-Tracker


Wir kennen es alle: Den Autoschlüssel unter Zeitdruck suchen. Das Portemonnaie verlegen. Das Handy verlieren. Und sich dann denken: „Man müsste die Dinger anrufen können…“

Wem die Situation vertraut vorkommt, der steht damit nicht allein. Denn selbst findige Kalifornier teilen das Problem des Verlierens und Suchens. Und wie es im Golden State nunmal so ist, entstehen daraus gleich mehrere Lösungen. Zwei davon wollen wir heute gegeneinander antreten lassen!

tilee test
Tilee Test (Tile Slim und Tile Gen2; Bild: Facebook, @TileGermany)

Die Bluetooth-Tracker Tile als auch TrackR haben wir euch bereits vorgestellt. Ihr wisst, was sie können und wozu sie da sind. Nun wollen wir die beiden Produkte genau unter die Lupe nehmen. Dazu werden wir jeden der beiden Tracker auf seine Funktionen prüfen und den direkten Vergleich ziehen.

trackr im Vergleich
TrackR Bravo (Bild: Facebook, @TrackRBravo)

Kosten

Hier ist zu unterscheiden zwischen den Anschaffungskosten und den laufenden Kosten. Auf Amazon kostet  eine einzelne Tile Mate 27,- Euro. Das Viererpack gibt es für 75,- Euro und das Achterpack für 140,- Euro. Den TrackR Bravo findet man – je nach Farbgebung – für rund 29,- Euro, im Doppelpack für 59,- Euro. Auf der Website selbst sind lediglich Dollarpreise angegeben. Hier findet man auch Multipacks, verbunden mit Preisersparnissen.

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Zusätzliche Kosten fallen beim TrackR Bravo vor allem durch Batteriepreise an. Allerdings findet man die CR1620-Knopfbatterien im Fünferpack schon für drei bis fünf Euro auf Amazon. Geht man pessimistisch von einer Laufzeit von einem halben Jahr aus, belaufen sich die Kosten bei der Wahl von Qualitätsbatterien auf rund zwei Euro pro Jahr.

Höhere Kosten fallen dagegen beim Ersetzen eines Tile-Produkts an. Der Austausch, reTile genannt, kostet für eine einzelne Tile Mate 15$, für ein Tile Slim 21$, auf der offiziellen Website. Dazu kommt noch der Versand nach Deutschland für 6$. Bei einem angegebenen Lebenszyklus von einem Jahr sind das jährlich laufende Kosten von grob 20,- bzw. 25,- Euro.
(Alle Preise Stand: November 2016)

Batterie

Die Batterie ist das Herz des Trackers. Und in diesem Fall das erste große Unterscheidungsmerkmal. Während die Batterie beim Tile fest verbaut ist, kann sie beim TrackR ausgetauscht werden. Dazu taugt eine handelsübliche CR1620-Knopfbatterie.
Beide Hersteller geben eine Batterielaufzeit von ca. einem Jahr an, mit einem kleinen Unterschied: Bei Tile bezieht sich die Angabe auf eine Mindestlaufzeit, bei TrackR auf eine Höchstlaufzeit.

Reichweite

Da die beiden Tracker allerdings mit Bluetooth funktionieren, ist ihre Range von Haus aus auf ca. 30 Meter begrenzt. Dieser Kennwert wird auch von beiden Herstellern als Maximalwert angegeben. Obwohl sich beide Konkurrenten derselben Technologie bedienen, ergeben sich Unterschiede in Bezug auf die individuelle Reichweite. So bescheinigten diverse Praxistests dem TrackR Bravo eine Reichweite von nur rund 25 Metern im Outdoor-Bereich. In einzelnen Fällen verlor sich die Verbindung mit dem iPhone 6 sogar nach lediglich 15 Metern. In demselben Test hielt die Verbindung des Tile hingegen noch nach überraschenden 100 Metern. Dies kann zwar durchaus als Extremfall gesehen werden, dennoch scheint die überwiegende Mehrheit der Nutzer eine Reichweite zum Nachteil des TrackR Bravo zu bestätigen. Generell lässt sich sagen, dass die Benutzung innerhalb bzw. außerhalb geschlossener Räume und die Verwendung des OS (iOs oder Android) Auswirkungen auf die Reichweite haben.

 

Welcher Tracker ist lauter und wie reagieren die Tracker auf Wasser? Weiter geht’s auf Seite 2!


5 Kommentare

    1. Einige Gründe wird es dafür sicherlich geben. Einerseits ist die (angegebene) Reichweite des von Ihnen verlinkten Finders mit 15 Metern halb so groß wie die von Tile/TrakR.
      Tatsächlich ist das Crowd-GPS-Feature auch das Hauptaugenmerk von TrackR. Es soll vor allem die natürlichen Einschränkungen, die mit der Bluetooth-Technologie einhergehen, ausgleichen, da man so nicht mehr nur auf die Bluetooth-Reichweite angewiesen ist.
      Ein weiterer Punkt dürfte sicherlich das Design sein. Eine schlanke Optik und gebürstetes Aluminium haben ja schon bei dem Verkauf von gewissen Laptops Wunder gewirkt, deren Pendants mit identischem Innenleben auch schon für deutlich weniger zu haben sind, wenn kein Apfel-Logo drauf ist ;)

      1. Bei einem BT Finder wird es fast egal sein, ob 15 oder 30 Meter ;) Am Ende ist ggf. sogar die identische Technik verbaut, nur die Angaben sind unterschiedlich ;)

        Solange das Teil nicht genügend Nutzer auch haben, verpufft der angedachte positive Effekt. Und schon hat man schlicht einen überteuerten BT Beacon gekauft. Aber jedem des Seine!

  1. Meinem Nachbar ist so ein Ding vor meinem Haus, etwa 15 Meter von seiner Haustüre, von seinem Hund abgefallen. Es lag wenig Schnee und er hatte offenbar keine Chance, es wieder zu finden. Als ich es fand und gut sichtbar an einem Pfosten aufgehängt hatte, wurde er nach etwa 14 Tagen darauf aufmerksam.
    Unbrauchbar.

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