Hands on: Wie gut schlägt sich Carsharing mit Drivy?


In den größten Städten Deutschlands gibt es mittlerweile unzählige Carsharing-Anbieter. Am bekanntesten sind sicher DriveNow und car2go, das Angebot zweier Automobilkonzerne. Dabei gibt es auch andere Ansätze. Zum Beispiel Carsharing zwischen Privatpersonen. Die Idee ist simpel: Der Besitzer, der sein Fahrzeug nicht dauerhaft benötigt, bietet es anderen an, die nur gelegentlich auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen sind. Quasi ein Airbnb für’s Auto. Carsharing mit Drivy folgt genau diesem Konzept, deshalb haben wir es uns für euch näher angesehen.

Anmeldung und Vermietung

Die Registrierung klappte reibungslos, die Angaben – darunter auch unser Führerschein – wurden von einem Drivy-Mitarbeiter schnell überprüft. Wir haben uns das erste Mal für einen Toyota Aygo entschieden. Der Wochenpreis von 108,- Euro (knapp 16,- Euro pro Tag) war sehr günstig. Zum Vergleich bei car2go beträgt die Tagesmiete 79,- Euro. Gleichwohl müssen eventuelle Parkgebühren selbst bezahlt werden. Das ist leider in vielen Teilen Berlins der Fall. Und natürlich mussten wir am Ende des Mietverhältnisses das Auto wieder komplett volltanken. In anderen Worten, ihr müsst bedenken, dass zum Mietpreis noch weitere Kosten anfallen.

Sehr praktisch war es, dass der Toyota mit Drivy Open ausgestattet war. So konnten wir sofort buchen und mussten uns nicht extra mit dem Eigentümer treffen. Denn die dazugehörige App öffnet das Auto auch ohne Schlüssel. Für die gesamte Mietdauer blieb der natürlich in unserem Besitz. Erst am Ende ist er wieder ins Handschuhfach gewandert und das Auto haben wir per App verschlossen. Leider steht dieses praktische Feature nicht bei allen Mietautos zur Verfügen. Letztlich muss der Eigentümer prüfen, ob die Installation von Drivy Open technisch überhaupt möglich ist. Offenbar sind das aber nicht viele, denn es gab in unserer näheren Umgebung nicht viele Autos damit.

Aber wir hatten Glück. Auch unser zweiter Mietwagen, ein VW Golf, war mit Drivy Open bestückt. Auch hier konnten wir also das Auto per App öffnen und konnten gleich starten. Das Auto bot deutlich mehr Platz, hatte ein Navigationsgerät und ein sehr nützliches Media System. Aber das hatte natürlich auch seinen Preis. Obwohl wir das Auto nur fünf Tage ausgeliehen haben, hat es 146,- Euro gekostet – also 29,- Euro pro Tag.  Der Tagesmietpreis war also fast doppelt so hoch wie bei Toyota. Aber natürlich noch immer ein Schnäppchen im Vergleich zu den 79,- Euro die car2go pro Tag verlangt.

Perfekt für Patchwork-Familien

Grundsätzlich können wir sagen, dass Drivy ideal ist für Leute mit Kindern. Anders als bei car2go & Co müssen Kindersitze nicht immer wieder ein- und ausbaut werden, sondern können für die gesamte Mietdauer im Fahrzeug bleiben. Das spart wertvolle Zeit und schont die Nerven. Außerdem finden wir das Konzept von Drivy super für Patchwork-Familien. Wenn die Kids im Haus sind, ist ein Auto nicht nur Luxus, sondern eine echte Hilfe. Aber für die Zeit, wo die Kinder nicht da sind, ist es auch genial keine anfallenden Kosten zu haben.

Die Rückgabe ist übrigens technisch gut gelöst und funktionierte auf Anhieb. Leider ist es etwas zeitaufwendig acht Fotos von jeder Seite des Autos zu machen. Natürlich verstehen wir, dass die notwenig sind, um zu beweisen, dass es keine Schäden gibt. Wir haben auch keinen besseren Vorschlag, also ist es wohl noch die beste Lösung. Sehr praktisch war, dass wie oben erwähnt, die Rückgabe ohne Teilnahme des Eigentümers möglich war. Drivy Open hat uns diesen Schritt erspart und die Schlüssel sind gut verpackt in einem Täschchen von Drivy ins Handschuhfach bzw. die Sonnenschutzblende gewandert.

Fazit: Perfekt für längerfristige Mieten, verhältnismäßig günstig, größerer Fahrzeugpool mit Drivy Open und Sofortbuchung wünschenswert


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