Carv, der erste digitale Skilehrer der Welt


Carv ist der welterste High-Tech-Skilehrer für Anfänger und Profis.

Aus einem Kickstarter-Projekt ist wieder einmal Realität geworden. In der Ski-Region Schladming-Dachstein kann man jetzt den ersten digitalen Skilehrer der Welt ausprobieren. Die Kombination aus Software und Wearables ist nicht nur zukunftsweisend, sondern soll sowohl für Anfänger als auch Profis geeignet sein.

(GIF: Carv Kickstarter Kampagne)

Wie funktioniert Carv?

Alles hängt ab vom Zusammenspiel von Hard- und Software. Das Kernstück der Technologie sind millimeterdünne Schuheinlagen. 56 Druck- und Bewegungspunkte an jeder Sohle vermessen laufend Daten wie Geschwindigkeit, Druckverteilung der Füße, Kraftaufwand, Rotation oder Ausrichtung der Ski  Via Bluetooth-Tracker, der am Schuhschaft befestigt wird, leiten die Sohlen diese Werte an die zugehörige App weiter.

Dort berechnet ein Algorithmus den sogenannten Ski IQ eines Fahrers. Dieser setzt sich zusammen aus über 35 Parametern wie Balance, Druck oder dem Neigungswinkel der eigenen Füße. Für leidenschaftliche Gewinner haben die Entwickler der App noch ein Leaderboard spendiert. So lässt sich ganz empirisch klären, wer der wirklich bessere Skifahrer ist.

(Bild: Carv Kickstarter Kampagne)

Laut Hersteller eignet sich Carv sowohl für Profis, die ihren Fahrstil optimieren wollen, als auch für blutige Anfänger, die erst die Grundlagen lernen müssen. Bereits während der Fahrt gibt einem das System Tips über In-Ear-Kopfhörer. In der Pause oder beim Apres Ski kann man sich später persönliche Ski-Tipps und detaillierte Analysen des eigenen Fahrstils über die App anschauen.

Wo gibt’s Carv?

Betrieben wird Carv von Next-Incubator, dem Open Innovation Lab der Energie Steiermark. Zur Zeit läuft es als Pilotprojekt exklusiv in der österreichischen Ski-Region Schladming-Dachstein. Entgegen des gemütlich anmutenden Namens ist die Region Vorreiter in Sachen Digitalisierung. So hat man dort bereits vor einigen Jahren das gesamte Areal mit WLAN ausgestattet. Auch kann das komplette Skigebiet in einem 360-Grad-Rundflug virtuell erkundet werden, sogar via Virtual Reality.

In Schladming-Dachstein können die Besucher das Projekt bis zum Ende der Saison kostenlos testen. Als Anreiz nennen die Entwickler eine raschere Lernkurve bei sinkenden Kosten. Den realen Skilehrer soll das Projekt allerdings nicht verdrängen, sagt Mathias Schattleitner, der Geschäftsführer der Schladming Dachstein Tourismusmarketing GmbH. Der Fokus liege eindeutig auf ergänzen.

Einen Satz Carv incl. zwei Sohlen und zwei Bluetooth-Tracker gibt es momentan für umgerechnet rund 280 Euro. Wer zwei kauft, kommt etwas günstiger weg.

 


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